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400 Jahre Shakespeare: 10 Szenen – (Spiegel Online)

„Was ist ein Name? Was uns Rose heißt,
Wie es auch hieße, würde lieblich duften.“

Ja, das ist aus der Balkonszene, Julia haucht da etwas vor sich hin, das heute widerhallt: Wir leben in einer Ära permanenter Selbsterfindung. Instagram, Twitter, all das ist reines Eigenmarketing. Ein Name? Pff, ist Image-Sache. Und schlimmstenfalls mit Vorurteilen behaftet. Als Romeo Montague hätte man heute auch schlechte Chancen. Dieser Dialog ist ein Fest für Semiotik-Freunde: Mit welchem Zeichen man etwas bezeichnet, ist letztlich Willkür.

Was entscheidene Szenen aus Macbeth, Hamlet, Romeo und Julia, dem Sommernachtstraum, König Lear, dem Sturm und Co. heute für eine Wirkung haben können, habe ich daher hier mal aufgedröselt. Inklusive Momenten, in denen es sich lohnt, spontan in einen Monolog auszubrechen.