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Kommentar: Nobelpreis an Ishiguro – (Spiegel Online)

Auch wenn Kazuo Ishiguros Romane ohne großes Tamtam daherkommen: Die Wahl des Nobelpreis-Komitees ist durch und durch politisch. Denn der englische Autor zeigt, wie leicht uns mächtige Erzähler täuschen können.
Dass er nun mit diesem höchsten Literaturpreis bedacht wird, ist als Reverenz zu werten an einen, der uns als Lesern vor Augen führt, wie leicht wir uns von einem starken Erzähler täuschen lassen. Der zeigt, wie unheimlich es wird, wenn alles zwischen Fakt und Fiktion schaukelt wie auf hoher See, wenn der Horizont bei Wellengang verschwindet; und wie gefährlich es ist, wenn Geschichtsschreibung – die des Einzelnen wie die einer ganzen Gesellschaft – im Ungefähren hängen bleibt. Weil nur sein kann, was sein darf.

Der ganze Text über Ishiguro – hier.