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Oskar Roehler: „Selbstverfickung“ – (Spiegel Online)

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, stellte er fest, dass er nicht mehr linksliberal war. Und das war in dieser Gesellschaft schlimmer, als sich in ein ungeheures Ungeziefer verwandelt zu haben.“

Mit diesen zwei Sätzen beginnt Oskar Roehlers Roman „Selbstverfickung“. Und damit ist eigentlich schon alles gesagt. Er haut mit der Faust auf den Kanon-Aufmerksamkeits-Buzzer – der macht durchdringend „Möööp“, fertig. Nicht nur, weil er Kafkas Metamorphosen-Parabel „Verwandlung“ aufruft. Und mit „Das wird man wohl noch sagen dürfen“-Rhetorik das böse „linksliberal“ untermengt. Nein, Roehler packt seine Version jener Sätze, die zu den bekanntesten der Weltliteratur gehören, zudem als kursiv gedruckten Auftakt vors erste Kapitel. Das dann in Zeile eins mit Aschenbach und Venedig beginnt. Na klar.

Ganze Rezension – hier.