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TV: „Die Dasslers“ – (Spiegel Online)

Der Wald ist verschattet, ein paar Lichtstrahlen dringend durch die Baumkronen. Auf dem blätterweichen Boden zwei junge Männer im alten Sporthemd und mit Vintage-Frisur, sie kauern in Startposition. Ein kurzer Blick, dann sprinten sie los. „11,3 – so schnell war ich noch nie!“, keucht der eine hinterher. Der andere, außer Atem: „Weil du immer alleine läufst.“ Natur, Wettkampf, Sportsgeist, Ehrgeiz: eine Szene wie ein Kinospot.

Es ist nur keiner. Und das ist das Problem.

Der Sprint ist Teil des zweiteiligen ARD-Osterfilms „Die Dasslers“. Die zwei Jungs sind Adi und Rudolf Dassler, gespielt von Christian Friedel und Hanno Koffler, die ab 1948/49 als „Adidas“ und „Puma“ gegeneinander antreten. Damals, im Herzogenauracher Wald, als sie noch ein Team waren, liegt es natürlich auch an den Sportschuhen, an denen sie rumtüfteln, dass sie plötzlich wie mit Raketenantrieb losdüsen.

Es ist ja auch ein grandioses Drama: Brüderpaar aus fränkischem Kaff zerstreitet sich so sehr, dass sie Firmenvermögen und Angestellte aufteilen, der eine bleibt in der alten Fabrik, der andere zieht in die Produktionshalle auf der anderen Seite des Bachs. Und der Hass auf den jeweils anderen spornt beide so sehr an, dass zwei Weltmarktgrößen entstehen. Episch geradezu! Eine Story, die danach schreit, erzählt zu werden. Nur eben: wie.

Die Rezension steht hier.