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Simone Meier: „Fleisch“ – (Spiegel Online)

Sie steht nach dem Schwimmen in der Umkleide des Hallenbads, da fällt Annas Blick auf etwas am Boden. Ein „Klumpen von grauem Schleim, wenige Zentimeter vor ihrem rechten großen Zeh“. Anna nimmt ein Taschentuch, bückt sich, wischt es auf – und schaut es sich genauer an. Doch es ist nur ein Wassertropfen mit ein paar Flusen.

Es hätte etwas faszinierend Groteskes sein können – ist aber dann nur banales Wasser mit Beilage. So ähnlich ist der Effekt, der sich bei Simone Meiers Roman „Fleisch“ einstellt, in dem jene Anna, Mitte 40, sich fast obsessiv mit Körperlichkeiten jeder Konsistenz befasst. Ein Roman über 50-Jährige und ihre Körper: Das wäre doch mal was. Doch Meier verliert sich leider in Klischees.

Die Rezension steht hier.