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John Irving: „Avenue of Mysteries“ – (Spiegel Online)

Das Flugzeug ist gelandet, und alle denken, er sei tot. Dabei schläft der Schriftsteller Juan Diego nur sehr tief. Er träumt von der Mülldeponie in Mexiko, auf der er aufwuchs, von seiner heißgeliebten hellseherischen kleinen Schwester Lupe, den Diskussionen über Graham Greene, die er damals mit den Jesuiten-Patres führte, die sich um die „Müll-Kinder“ kümmerten.
In seinem Traum mischt sich das Geräusch vom Auto seines Ziehvaters mit dem des Landeanflugs auf eine philippinische Insel, und als die Notärzte an Bord kommen, um die Leiche wegzuräumen, murmelt Diego aufwachend was von „Nase“. Nein, nicht seine, erklärt er lachend: „Ich habe von der Nase der Jungfrau Maria geträumt“.
Dieser herrlich surreale Mix, der entsteht, wenn Traumfetzen, Erinnerungen und Gegenwart ineinanderrutschen, macht John Irvings „Avenue of Mysteries“ (erscheint als „Straße der Wunder“ am 23.3.2016 bei Diogenes) unwiderstehlich.

Die komplette Rezension steht hier.