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Deutsches Nature Writing – (Spiegel Online)

Es braucht nicht mehr als einen See. Um mittendrin zu schwimmen, die Augen auf Höhe der Wasseroberfläche. Um dann den Blick schweifen zu lassen: zum Mischbaum-Ufer, zum Reiher auf der tiefhängenden Weide, zum Fisch, der im Schnabel des Haubentauchers zappelt. Und auf die Spiegelung von Himmel und Bäumen, die sich bei jedem Armzug in die nächste schiebt. Eine 360-Grad-Perspektive auf die Welt, die nur genau dort möglich ist: in der Natur, wortwörtlich.
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Als Metapher reicht der See für ein ganzes Genre: Sich in die Natur begeben, sie reflektieren und darüber, was diese Erfahrung mit einem macht. Um dann darüber zu schreiben. “Nature Writing” kommt als Name eines Genres harmlos pastoral daher, aber es hätte das Zeug als Ausdrucksform der Stunde: Es ist hochpolitisches Schreiben.

Aber in Deutschland ist es als Genre kaum verbreitet. Warum eigentlich?

Hier die Analyse über den Stand der Dinge.