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Interview mit Rachel Kushner – (Spiegel Online)

Zwei Mal lebenslänglich plus sechs Jahre: Das Strafmaß von Rachel Kushners Romanfigur ist schwer vorstellbar. Im Interview erzählt die US-Autorin, dass es ein reales Urteil ist – und sie spricht über die Härte der US-Justiz.

Das Strafmaß sei für sie eine Spur des Realen, sagte sie:
Es war das Urteil einer Freundin, sie sitzt ein seit sie 15 ist. Dieses Strafmaß stand am Anfang, daraus entwickelte sich der Rest: Was bedeutet das, was tust Du dann?

Und?
Aus meinen Gesprächen mit Gefangenen weiß ich: Es gibt Tage, an denen Du denkst, Du schaffst es, Dir dort ein Leben aufzubauen. Und an anderen Tagen ist es wirklich hart, weil Du Dir Deiner Umstände gewahr wirst. Am Ende des Romans geht es für Romy darum, wie sie in diesem Leben Sinn finden kann.

Der deutsche Titel reflektiert das: “Ich bin ein Schicksal” – unter vielen, möchte man ergänzen.
Das war auch mein Arbeitsitel, ein Zitat aus Nietzsches “Ecce Homo”. Ein Kapitel heißt: “Warum ich ein Schicksal bin”. Es geht darum, das Schicksal zu lieben, das einem gegeben wird. Das, was Du nicht ändern kannst, für Dich zu beanspruchen: Ich bin ein Schicksal. Das gefiel mir für Romy. Sie schafft das am Ende – wie, sollten wir hier aber nicht verraten.

Das ganze Interview steht hier.